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Psychosomatische Energetik (n. Dr. Banis)

RWH

Themenstarter
Rudolf
Forumsunterstützer
Heilpraktiker
Standort
Baden-Baden
Status
HP
Eines meiner "Hauptstandbeine" in der Therapie ist inzwischen die PSE (psychosomatische Energetik nach Dr. Banis).

Wie bin ich dazu gekommen und was ist die PSE eigentlich?
Jeder HP kennt natürlich das Phänomen, dass sich hinter körperlichen Beschwerden, die der Patient beklagt, meist auch psychische Muster verbergen. Sei es, dass sich jemand immer wieder zu viel vornimmt und dann in Stress gerät, was sich dann wieder im Magen-Darm bemerkbar macht oder Rückenschmerzen auslöst. Oder sei es, dass Frau Müller mal wieder unter Rheuma leidet, dabei aber verschweigt, dass sie sich seit Tagen wieder Sorgen um Ihre Enkel macht.

Solche großen oder kleinen "Energiefresser" trägt jeder Mensch mit sich rum. In meiner ersten Praxis habe ich daher viel mit NLP und Hypnose gearbeitet, um die körperliche Therapie zu ergänzen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Patienten dafür nicht zugänglich sind - und ich habe keine Lust Therapien zu "verkaufen", sprich den Patienten erst lang und breit davon zu überzeugen, dass er das braucht.

In meiner zweiten Praxis, in der ich zuerst nur "somatisch" gearbeitet habe, merkte ich dann schnell, dass ich zwar vielen Patienten helfen konnte, aber einige dann immer wieder mit neuen Problemen (oder den alten) zurückkamen. Der Drehtüreffekt läßt grüßen.

Daher suchte ich nach einer Methode, die in meine Art der Praxis passen könnte. Ich habe keine Räume für ein psychotherapeutisches Setting und wollte auch etwas, was ich jedem Patienten anbieten kann, auch wenn er von "Psychotherapie" nichts hören will oder bereits entsprechend therapiert war. In meiner ländlichen Umgebung ist "Psycho" auch nicht so "in", wie in der Stadt.

Zufälligerweise stieß ich dann im Internet auf die Fa. Rubimed (www.rubimed.com) und las dort von der PSE. Mein erster Eindruck hat mich eher skeptisch gemacht: Psychotherapie nur mit Tropfen :confused: (Nichts gegen Bachblüten, aber meine Erfahrungen damit waren nicht so umwerfend, insbesondere was die Langzeitwirkung anbetrifft.)

Dann habe ich später nochmal davon gehört und dachte mir: Versuch es einfach mal. Über Ebay kam ich günstig an ein gebrauchtes Testgerät (das zu der Methode gehört) und einen Testsatz.

Meine ersten Erfahrungen damit haben mich dann so fasziniert, dass ich immer tiefer in die Methode eingestiegen bin.

Und was ist PSE nun?

Die psychosomatiche Energetik (PSE) ist ein Diagnose- und Therapieverfahren, das in den 90er-Jahren von den Fachärzten für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, Dr. med. Ulrike Banis und Dr. med. Reimar Banis entwickelt wurde.

Hinter der Methode steht die Erkenntnis, dass die psychische Energie ursächlich oder begleitend an allen Krankheiten beteiligt ist. Die PSE misst mit einem speziellen Testgerät (dem REBA-Test) die vier elementaren Ebenen der menschlichen Energie-Aura (vital = Körper, emotional = Gefühl, mental = geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis und kausal = spirituell/sensitivität). Abweichungen von den Normalwerten werden auf ihre Ursache hin untersucht und den sieben wichtigen vegetativen Zentren (auch bekannt als Chakren) zugeordnet.


In einem weiteren Testschritt wird der dahinterstehende Konflikt (= psychische Muster, Problem etc.) gefunden, welcher die aktuellen Probleme »unterhält«. Die Therapie erfolgt dann durch spezielle entwickelte homöopathische Mittel, den 7 Chavitas und 28 Emvitas, welche als Hochpotenzen direkt auf die Konflikte einwirken und diese nach und nach auflösen. Auch wenn es ungewöhnlich klingt, psychische Phänomene mit homöopathischen Mitteln aufzulösen, so zeigt die Methode in der Praxis doch verblüffende Wirkungen. Die Therapiedauer hängt von der Schwere des Konfliktes ab und kann zwischen einigen Wochen bis zu 1,5 Jahren betragen. Dabei werden die Konflikte in den meisten Fällen dauerhaft aufgelöst, d.h. der Mensch verändert sich auch dauerhaft. Ausnahmen dabei: Nicht zu Ende geführte Therapien oder nicht veränderbare Belastungssituationen, die den Konflikt immer wieder "füttern".

Die PSE wird entweder alleine oder ergänzend zu anderen körperlich oder psychisch wirkenden Methoden eingesetzt. Der zeitliche und finanzielle Aufwand ist überschaubar.

Wie funktioniert das in der Praxis:
1. Der Test: Das REBA-Testgerät wird mit dem Patienten verbunden. Ich teste per kinesiologischem Armlängentest. Nach und nach werden die einzelnen Bereiche (vital, emotional, mental, kausal) mit der Skala des Gerätes hochgefahren und dabei getestet, wann eine Reaktion erfolgt. So bekomme ich vier Messwerte (für die vier Bereiche). Weichen die Messwerte von den Normalwerten eines Gesunden ab, dann teste ich als nächstes, ob bzw. welches Chakra belastet ist.


Dies geschieht mit Testampullen, die Proben der jeweiligen Komplexmittel enthalten. Ich teste blind, d.h. ich sehe nicht, welche Ampulle ich gerade teste und lege Treffer einfach auf die Seite, um sie mir später anzuschauen. Damit verhindere ich, dass Vorurteile meinerseits die Testung beeinflussen.

Habe ich ein gestörtes Chakra gefunden, dann teste ich die dazu gehörenden Konflikte aus, ebenfalls mit Testampullen. Als nächsten Schritt "messe" ich die energetische Größe des Konfliktes und schätze die notwendige Therapiedauer ab. (Also wie lange dauert es, um den Konflikt energetisch aufzulösen?).

Je nach Fall, teste ich anschließend noch Organampullen durch, um evtl. somatisch-energetische Organbelastungen (z.B. Herde, Dysbiosen etc.) und evtl. weitere notwendige Medikamente zu finden.

2. Die Therapie: Besteht aus dem Einnehmen der gefundenen Chavitas (Chakramittel) und Emvitas (Emotionalmittel), sowie ggf. weitere Medis.

Nach der prognostizierten Therapiedauer wird erneut getestet, zum einen, um sicherzustellen, dass der alte Konfikt energetisch aufgelöst ist und zum zweiten, um festzustellen, ob sich eine neues Thema "meldet". Die Erfahrung zeigt, dass es meist mehrere Themen sind, die im Leben eines Menschen eine belastende Rolle spielen (Die meisten Themen findet man übrigens bei therapeutisch tätigen Menschen. Klar, warum sonst zieht es einen zum "Heilen", wenn es da keine persönliche Betroffenheit gäbe..?)

Hier findet sich das Zwiebelschalen-Modell wieder, das wir ja in der Naturheilkunde auch sonst kennen: Erst kommen die aktuellen Sachen, dann ältere und zum Schluss die Kernprobleme auf den Tisch.

Meine Erfahrungen nach nun ca. 2 Jahren mit dieser Therapieform:

1. Ich baue sie bei fast jedem Patienten mit ein, um langfristig eine größere Stabilität und Integrität zu erreichen (oft bringt die PSE den eigentlichen Durchbruch im Sinne einer Heilung).

2. Anfangs habe ich mich in meiner Begeisterung dazu verleiten lassen, viel zu schnelle Erfolge zu erwarten und diese Erwartungshaltung auch meinen Patienten zu übertragen. Heute sage ich ganz klar, dass es sich um eine Therapie handelt, die mittel- und langfristig wirkt.

3. Akute Probleme behandle ich immer mit anderen Methoden mit. (Akupunktur, Eigenblut, manuelle Therapie etc.) Die PSE läuft im Hintergrund mit...

4. Es geschehen manchmal eigenartige Therapieverläufe, die man nicht vorhersagen kann.

Hier zu ein Fallbeispiel für den Kollegenkreis:

Eine Mutter, die auf einem Vortrag von mir war, kommt mit ihrem 11-jährigen Sohn in die Praxis, weil dieser jede Nacht ins "Bett pinkelt". Ich habe ihn dann getestet, aber dabei nur relativ harmlose Belastungen gefunden. Er nahm dann die verordneten Tropfen und nach dem diese verbraucht waren, habe ich ihn erneut getestet: Wieder nur "Nebenkriegsschauplätze". Auch diese Tropfen/Globuli nahm er ein. Seine Mutter berichtet dann, er sei selbstbewußter und ausgeglichener - nur an der Enuresis nocturna hatte sich nichts geändertn. Beim dritten Test kam dann ein "Angstthema". Und jetzt tat sich auch etwas. D.h. es mußten erst einige kleinere Baustellen erledigt werden, bevor es ans Eingemachte ging. Nun hat er auch entsprechende Träume und es sieht so aus, als kämen wir nun ans Ziel. Interessant war übrigens, dass sein Konfliktthema dem Zentralkonflikt (Lebensthema) der Mutter entsprach, die auch bei mir in Behandlung ist.
 

Bienchen2000

Neues Mitglied
Hallo Rudolf,
Dein Beitrag ist zwar schon älter, aber ich wollte trotzdem etwas antworten und fragen.

Und zwar habe ich als Patientin große Erfolge bei mir bisher gesehen, und zwar nach ca. 3 Monaten der Einnahme.

Ich fühle mich in bestimmten Situationen viel selbstbewusster.

Nun wird seit ca. 2-3 Wochen ein weiterer Konflikt mit anderen Mitteln bearbeitet.

Meine Frage:
Kann es sein, dass auch starke körperliche Symptome auftreten?

Ich fing mit der Einnahme ursprünglich wegen leichter Magenschmerzen an.
Nachdem ich ganz am Anfang der Einnahme meine ersten Mittel ca. 2 Wochen lang (für das Becken chakra) eingenommen habe, haben sich diese Magenschmerzen innerhalb von 2-3 Stunden zu sehr schlimmen Magenschmerzen entwickelt mit Fieber und Schüttelfrost und ca. 2 Tage lag ich flach. Den 1. Tag so schlimm, dass ich kaum Erinnerung daran habe.
Die Mittel setzte ich ab.
Meine PSE Therapeutin meinte, das war wohl ein Infekt und habe mit der PSE nichts zu tun.

Nach ca. 2 Monaten fing ich mit den mitteln wieder an, und nun blieb alles tatsächlich ruhig.

Kurz bevor die Mittel zu Ende waren bzw. dann ganz leer waren, fing bei mir ein seltsamer Hautausschlag an, ich dachte erst an Mückenstiche.

Dann bekam ich die neuen mittel für das Bauch chakra von meiner Therapeutin.
Diese nehme ich seit ca. 2 Wochen, und der Ausschlag wird immer schlimmer....
Nur der rumpf, rücken und hals sind betroffen, verdacht auf Röschenflechte.

Also ich brauche keine Diagnose (mir ist klar, dass das so gar nicht möglich ist), aber mich würde interessieren, ob Du aus Deiner Erfahrung heraus sagen kannst, ob solche starken körperlichen Symptome Deiner Meinung nach mit der PSE etwas zu tun haben könnten??

Liebe Grüße und danke,
Bienchen
 

RWH

Themenstarter
Rudolf
Forumsunterstützer
Heilpraktiker
Standort
Baden-Baden
Status
HP
Es kann natürlich immer sein, dass ein Phänomen unabhängig von der PSE oder einer anderen Therapie auftritt. Aber meine Erfahrung ist die, dass es bei der PSE oft zu Erstreaktionen auch im Sinne einer Verschlimmerung oder dem Wiederauftauchen alter "Geschichten" kommt, sowohl seelischer, als auch körperlicher. Wie stark das auftritt hängt vom einzelnen Patienten ab. Das Phänomen, dass nicht 100% ausgeheilte alte Sachen im Laufe der Therapie wieder aktiv werden, ist in der Naturheilkunde ja bekannt. Im Grunde ist das - für die Therapeuten - ein gutes Zeichen, weil "etwas" passiert, der Patient also auf die Therapie reagiert. Meist ist der Behandlungserfolg bei solchen Patienten dann besser als bei denen, die "nichts" merken. Ein reaktionsfähiges System reagiert eben stärker, als ein starres, das auf Reize nicht oder nun ungenügend reagiert. Aber lästig ist es natürlich trotzdem...

Vielleicht gibt es in Deiner Geschichte - wann auch immer - einen Infekt, der nicht ausheilen konnte - und jetzt reaktiviert wurde? Bei starken Erstreaktionen empfehle ich meinen Patienten die Dosis zu halbieren oder gar zu vierteln. Eine Möglichkeit ist es auch, die Tagesdosis in 1 Liter stilles Wasser zu geben und dann über den Tag verteilt zu trinken. Auch das hilft.
 

Bienchen2000

Neues Mitglied
Hallo Rudolf,
Danke für Deine Erklärung. Na dann ist es ja eigentlich positiv :)

Den Tipp mit der Halbierung und dem im Wasser auflösen gab mir meine Therapeutin beim letzten Termin auch, falls ich zu viel “merken“ sollte. Sie bezog das aber eher auf psychische Symptome, die habe ich aber gar nicht.
Wenn ich halbiere, dann hab ich ja das Problem, das alles länger dauert. Aber das im Wasser auflösen werde ich ab morgen mal angehen.

Im großen und ganzen bin ich von der Methode schon begeistert, hab eigentlich gar nicht am Anfang geglaubt, dass es funktionieren würde :)
 

Bienchen2000

Neues Mitglied
Ach und tatsächlich wurde vor ein paar Jahren bei mir chronische Herpesvireninfektion sowie chronische EBV Infektion durch eine Heilpraktikerin festgestellt, könnte theoretisch das sein.
 

RWH

Themenstarter
Rudolf
Forumsunterstützer
Heilpraktiker
Standort
Baden-Baden
Status
HP
Ja, durchaus möglich..
 
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