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Buchrezension Svenja Hofert "Das Slow-Grow-Prinzip"

Vanita

Themenstarter
Anne S.-Z.
Heilpraktiker
Standort
Oederan
Status
HP
Svenja Hofert "Das Slow-Grow-Prinzip – Lieber langsam wachsen als schnell untergehen"

Das Sachbuch "Das Slow-Grow-Prinzip" von Svenja Hofert ist im Gabal Verlag eschienen. Diese Rezension bezieht sich auf die 3. Auflage aus dem Jahr 2014.

Anlässlich meiner eigenen Praxisgründung habe ich mich im Vorfeld bereits viel belesen und ein Existenzgründungsseminar besucht. Leider habe ich mich und mein Vorhaben dort so gut wie gar nicht wieder finden können. Ein Businessplan wirkte für mein Vorhaben immer wie Schönrechnerei, Mitarbeiter möchte ich nicht haben und ein überregionales Unternehmen zu gründen liegt nicht in meinem Interesse. Mir geht es darum, eine berufliche und finanzielle Existenz nach meinen Vorstellungen zu gestalten und davon gut leben zu können. Und: Ich habe Zeit, da ich über eine Festanstellung verfüge.
Im Gespräch mit einem Gründer aus meinem nahen Bekanntenkreis kamen wir auf diese Thematik zu sprechen und er empfahl mir dieses Buch. Er selber hat seine Gründung nach diesem Prinzip betrieben und ist heute sehr erfolgreich im Bereich Architektur- und Produktvisualisierung.

Die Kernaussage des Buches ist schon auf seiner Rückseite zu finden: "Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!". Svenja Hofert beschreibt anhand von 9 Slow-Grow-Regeln, wie eine langsame, durchdachte und nachhaltige Gründung gestaltet werden kann. Sie beleuchtet die gängigsten Aussagen aus Existenzgründerseminaren und -büchern aus einer anderen Perspektive. Sie interpretiert diese Regeln in einer anderen Weise, sodass auch kleine Gründungsvorhaben, wie meines, sich darin wieder finden.

Der erste Teil des Buches dreht sich um die 9 Slow-Grow-Regeln. Dabei stellt sie diese den bekanntesten Kernaussagen aus Existenzgründungsseminaren gegenüber. Dies geschieht zunächst in sehr kurzen, teils etwas provokanten Sätzen. Danach erläutert sie in einem theoretischen Teil, was genau sie mit diesen knappen Aussagen meint. Sie untermauert dies mit Beispielen aus ihrer eigenen Beratertätigkeit. In einem darauffolgenden Praxisteil liefert sie Handlungsweisen und Beispiele, wie ihre Slow-Grow-Regeln umgesetzt werden können. Sie spricht dabei ein breites Spektrum von Berufsgruppen an.

Im zweiten Teil des Buches sind 9 Interviews mit Gründern aufgeführt, die von Ihren persönlichen Erfahrungen berichten.

Ich habe bei der Lektüre festgestellt, dass ich im Rahmen meiner Praxisgründung einige dieser Regeln bereits unbewusst umgesetzt habe und damit bisher sehr gut gefahren bin. Ich betrachte mich nach 10 Monaten eigener Praxis immernoch als im Prozess der Gründung befindlich. Meine nächsten Schritte zum Ausbau meiner Praxis beziehe ich aus diesem Buch, da mir diese als sehr schlüssig erscheinen und für mich gut umsetzbar sind. Dieses Buch hat mir ein Stück weit meinen inneren Frieden wieder gegeben und das Gefühl, die Gründung doch vernünftig angegangen zu sein. Bisher bin ich mit dem Verlauf meiner Praxisgründung sehr zufrieden und kann daher bestätigen, dass die beschriebene Herangehensweise sehr sinnvoll ist.

Mein Fazit lautet daher: ein sehr wertvolles Buch für alle, die nebenberuflich gründen und sich daher den Luxus eines langsamen Wachstums erlauben können. Daher betrachte ich es gerade für unsere Berufsgruppe als sehr hilfreich, da nicht wenige Heilpraktiker nebenberuflich starten.
 
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