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Wieviel Wasser benötigt der Körper pro Tag?

Jochen Pippir

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AntjeB.

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Hallo zusammen,

ich empfehle 2 Liter bei Leuten, die sich mit Kreislaufbeschwerden oder Verstopfung melden und nur von 3 Tässchen
Kaffee am Tag leben.
Wenn sie dann 1,5 l schaffen ist das schon viel.
Das extremste, was ich bisher gesehen habe, war eine größere Blutmenge auf meiner Terrasse nach einer Verletzung, die nicht
zerfloss sondern marmeladenartig liegen blieb.
Das war so ein Mensch, der nur von einer Tasse Kaffee gelebt und damit sogar ein ziemlich hohes Alter erreicht hat.
Ist dann aber an Herzversagen und mit stark verschlackten Gefäßen verstorben.

LG
Antje
 

tigs

Tina
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Ich halte es mit der Empfehlung zum Wasser trinken wie mit der Ernährung. Es gibt keine allgemeingültige Formel, die auf alle passt.
Ich selber handhabe es in meinem Leben auch nicht statisch.
Ich kann aber sagen, dass ich in Phasen von Entgiftungskuren mehr trinke und mir dieses vermehrte Trinken dann gut tut und sich von selbst ergibt. Es gibt aber auch Phasen, da komme ich nicht bzw. knapp auf den getrunkenen Liter. Ich habe persönlich meine Blase als Richtwert und da ich daran von klein auf erkrankt war, ist diese für mich ein guter Indikator.
Was die Empfehlungen angeht, so empfehle ich aber durchaus auch den Löffel gesättigte Sole (aus Himalayasalzbrocken) auf ein Glas zimmerwarmes Wasser am morgen. Aber auch das mache ich selber nicht konsequent...
Das Leben ist eben dynamisch

Ich gehöre auch zu den Menschen, die immer mit Trinkflasche (nicht Vittel sondern zu Hause gefiltert) rumlaufen. Ich trinke nach Lust und Bedarf und es kann genauso sein, dass ich unterwegs nachfülle wie die volle Pulle wieder mit zurückzunehmen. Was mich nämlich stört: wenn ich unterwegs Durst bekomme, gibt es meistens nur Plastikflaschenwasser oder Getränke mit Kohlensäure oder Cola und Co. Auch Säfte sind mir zu konzentriert. Deshalb nehme ich lieber mein Getränk mit und trage es ggfs. umsonst...
 

Passione

Marta
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Den normalen Empfehlungen folgend sollten es ca. 30 ml pro kg Körpergewicht sein, also bei Erwachsenen durchaus 2,5-3 l/Tag. Meine Empfehlungen gebe ich nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung, nicht ohne vorher das Trinkverhalten abgefragt zu haben.

Da die meisten meiner Patienten am Anfang eine Entsäuerung/Ausleitung durchlaufen müssen, um sie entsprechend auf ihre nachfolgende Medikation vorzubereiten, kann meine Empfehlung durchaus auch noch etwas nach oben gehen. Es nützt ja bei stark übersäuerten Menschen nicht, dass wir die Säure lösen und danach schadet es mehr, als das es nützt, weil der Müll nicht entsprechend abtransportiert werden kann, im Körper verbleibt und dort dann erst recht Probleme verursachen kann. Man erinnere sich noch an die Waschmaschinen, die mit wenig Wasserverbrauch geworben haben: in der Regel war nach dem Waschgang nicht einmal das Waschpulver vollständig aufgelöst und geschweige denn, dass die Flecken und der Schmutz herausgelöst worden wären.

Da ich immer gerne in Bildern spreche, merken es sich meine Patienten so auch und es ist nachvollziehbar, dass zumindest während der Therapie entsprechend darauf zu achten ist, mehr zu trinken! Jede Pflanze braucht Wasser, um nicht zu vertrocknen. Wir sind ja auch Lebewesen, die zu einem großen Anteil aus Wasser bestehen! Nicht nur durch das Schwitzen verbrauchen wir schon einiges an Flüssigkeit, weil der Köroer damit seine Kerntemperatur regulieren muss. Auch wenn viel Säure da ist, muss diese entsprechend verdünnt werden, egal, ob sie durch Streß, falsche Lebensweise, oder eben die täglichen kleinen Sünden im Leben entsteht. Säure greift den Knorpel an, kein Wunder, dass dann auch Bewegungseinschränkungen, wie Arthrose, Arthritis, Schmerzen aller Art, und viele andere Zivilisationserkrankungen entstehen können, von Steinbildung ganz zu schweigen.

Wer schon öfter, wie ich und auch @tigs mit Blasenentzündungen zu tun hatte, der schaut in folge immer darauf, ob er/sie genug getrunken hat, weil sich die Blase dann unangenehm mit Beschwerden meldet, wenn das nicht der Fall ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Henry.H

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Diese 'normalen' Empfehlungen sind, wie ich mal in einem medizinischen Artikel gelesen habe, zu hoch und Folge (bewusst) falscher Publikationen der Nahrungsmittelindustrie, die am liebsten jeden zu jeder Zeit mit der Wasserflasche in der Hand durch die Gegend laufen sehen möchte.

Bei den Mengen von 3/100 x kg ist man - ohne körperliche Aktivität - schon bei einer Menge, wo Mineral - und Mikronährstoffe ausgeschwemmt werden; also mehr Schaden als Nutzen besteht.

Faktor 2/100 x kg (also 20ml/kg) sei danach gerechtfertigt für Personen, die weder körperlich arbeiten noch Sport betreiben. Mehr darf es bei entsprechender Anstrengung dann adäquat sein.

Die Empfehlungen an meine Patienten lauten seit Jahren entsprechend mit guten Erfolgen. Die Menge ist von jedem ohne Quälerei zu schaffen und führt zum Wohlbefinden. Dies natürlich ohne dass weitere somatische Komplikationen vorliegen, die höheren Flüssigkeitsbedarf erforderlich machen.
 

tigs

Tina
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Ich habe 2007-2009 bei einer Entsäuerungskur 5 Liter Wasser (Quellwasser) tgl. getrunken bei damals durchschnittlich 65kg Körpergewicht. Allerdings habe ich mich zusätzlich basisch ernährt, was einen hohen Gemüseanteil beinhaltet. Ich habe allerdings Mineralstoffe dem Wasser zugeführt - das waren extra (sauteuere) Tropfen. Ich nutze dafür heute die Sole.
Mir und meiner Blase hat das damals sehr gut getan.
 

tigs

Tina
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Meine damalige Therapeutin (Klinghardt) meinte, dass er den entgegengesetzten Weg empfiehlt. Er lässt die Leute die konzentrierten Mineralstoffe nehmen :confused::p und das trinken folgt dann von selbst. So käme es nicht zu einer Entmineralisierung...
Gut... wer das so machen will... (*brrrr*) :D
 

Jochen Pippir

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Dann würde ich das mal wie folgt mit einem Satz von Mark Twain zusammenfassen:

Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.

Persönlich empfehle ich den meisten mehr Wasser zu trinken. Ich kenne einige die trinken tatsächlich nicht mehr als einen halben Liter am Tag. Gut man sollte natürlich dann noch die aufgenommene Flüssigkeitsmenge der Ernährung hinzurechnen, unterm Strich denke ich trotzdem das es dann zu wenig ist. Eine Empfehlung von einer Erhöhung auf zwei Liter oder gar drei ist dann eine Steigerung von mehr als 100%. Das macht keiner, oder zumindestens nicht sehr lange. Dazu müsste man Gewohnheiten ändern und das ist schwer. Lieber in kleinen Schritten etwas mehr trinken.

Die angegebene Berechnung von @Henry.H mit 2/100 x kg finde ich eher passend als die weithin verbreitete mit ca. 30 - 35ml pro kg Körpergewicht.
 

Sternlein1972

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Persönlich empfehle ich den meisten mehr Wasser zu trinken. Ich kenne einige die trinken tatsächlich nicht mehr als einen halben Liter am Tag. Gut man sollte natürlich dann noch die aufgenommene Flüssigkeitsmenge der Ernährung hinzurechnen, unterm Strich denke ich trotzdem das es dann zu wenig ist. Eine Empfehlung von einer Erhöhung auf zwei Liter oder gar drei ist dann eine Steigerung von mehr als 100%. Das macht keiner, oder zumindestens nicht sehr lange. Dazu müsste man Gewohnheiten ändern und das ist schwer. Lieber in kleinen Schritten etwas mehr trinken.
seh ich ganz genauso! ich würde umkippen mit nur 500ml flüssigkeit am tag :-( ich merk das schon wenn ich mal - z.b. aufgrund eines stadtbummels oder einer langen autofahrt - viel weniger trinke als normal, dass es mir ganz komisch wird. an einem normalen tag trinke ich - ohne berechnung meiner tasse cafe oder gemüse/obst oder suppe - 3 liter (kräuter-/früchtetee, wasser, gaaaanz dünne saftschorle) und fühl mich pudelwohl damit.
ich erkläre meinen patienten gerne, dass wir mehr trinken lernen können, trainieren. es gibt z.b auch Apps dafür. das nehmen viele ganz gerne an. und mir ist klar, dass ich jemanden von 500ml täglich (seit jahren) nicht auf dauer auf z.b. 3 liter bekomme. ABER ich hatte das bisher wirklich bei allen patienten, dass sie anschließend auf dauer bedeutend mehr tranken als zuvor weil sie merken das sie sich besser fühlen, fitter sind, abgenommen haben, die haut schöner wird, die konzentration besser usw. Von daher greife ich mit der formel 30-35ml pro kg körpergewicht lieber etwas höher und freue mich, wenn sie dann bei etwa 1,5 - 2 liter wasser hängen bleiben ;-) mal davon abgesehen das es echt leute gibt die ihre gesamte trinkmenge nur mit cafe oder cola zu sich nehmen! hab grad aktuell wieder ne patientin bei der das so ist... :-(
 

Jakobe

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... mal davon abgesehen das es echt leute gibt die ihre gesamte trinkmenge nur mit cafe oder cola zu sich nehmen! hab grad aktuell wieder ne patientin bei der das so ist... :-(
Hier empfehle ich hin und wieder meinen Patienten ein kleines Experiment: sie sollen sich eine ihrer Zimmerpflanzen aussuchen und die über ein paar Wochen oder Monate ausschließlich mit Cola gießen und beobachten, was dann passiert. Meistens sehe ich schon, wie der Gedanke im Patienten "arbeitet" und als ziemlich absurd empfunden wird ... .
 

HPSepp

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Hier empfehle ich hin und wieder meinen Patienten ein kleines Experiment: sie sollen sich eine ihrer Zimmerpflanzen aussuchen und die über ein paar Wochen oder Monate ausschließlich mit Cola gießen und beobachten, was dann passiert. Meistens sehe ich schon, wie der Gedanke im Patienten "arbeitet" und als ziemlich absurd empfunden wird ... .
Danke für dieses geniale "Bild"! :)
 

Sternlein1972

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Hier empfehle ich hin und wieder meinen Patienten ein kleines Experiment: sie sollen sich eine ihrer Zimmerpflanzen aussuchen und die über ein paar Wochen oder Monate ausschließlich mit Cola gießen und beobachten, was dann passiert. Meistens sehe ich schon, wie der Gedanke im Patienten "arbeitet" und als ziemlich absurd empfunden wird ... .
super idee!!! werd ich mir merken. danke dir
 

HPSepp

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ich hatte letzte woche eine neue patientin. die trinkt folgendes: 3-5 tassen cafe, 500ml wein - das wars!!! nur in ausnahmefällen ein glas wasser. ich dachte ich kippe vor schreck vom stuhl. ich musste sofort an dein beispiel denken, @Jakobe
Viel erschreckender für mich ist, daß sie sich dann auch noch wundern das sie krank sind und sich nicht erklären können wo das herkommen könnte....
 
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Jakobe

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ich hatte letzte woche eine neue patientin. die trinkt folgendes: 3-5 tassen cafe, 500ml wein - das wars!!! nur in ausnahmefällen ein glas wasser. ich dachte ich kippe vor schreck vom stuhl. ich musste sofort an dein beispiel denken, @Jakobe
... oh je - das ist ja geradezu ein Paradebeispiel :woot:.

Viel erschreckender für mich ist, daß sie sich dann auch noch wundern das sie krank sind und sich nicht erklären können wo das herkommen könnte....
Ja genau, das stimmt und ist wirklich erstaunlich. (y)
 

Passione

Marta
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:kopfkratz:Hat sie Pflanzen zuhause? Wenn ja, dann soll sie mal mehrere Wochen beobachten, wie es denen ohne Wasser geht.
 

Malternativ

Mitglied
Heilpraktiker
Das Thema ist sehr kompliziert und individuell unterschiedlich, hängt unter anderem von der Wasserverwertung, der Ernährung und Flüssigkeitsmenge in der Nahrung, dem Wetter, körperlicher Aktivität etc ab.. Man muss auch die metabolische Wasserproduktion des Körpers bedenken. Daher würde mir auch nicht rausnehmen, dass ich das ganze Thema durchblicke und großartige Empfehlungen geben kann, außer die Basics:

- den Durst respektieren, wenn er kommt
- gemütlich trinken
-keinen oder möglichst wenig Müll trinken

Als TCMler empfehle ich eher Suppen, Eintöpfe, Getreidebreie und Kompotte, denn "der Magen mag es feucht, warm und regelmäßig". Wer sowas täglich isst, so wie ich, braucht vermutlich gerade im Winter nicht noch literweise Wasser trinken. Andererseits kann der Wasserbedarf bei heißem Wetter oder intensiver Bewegung auch mal 5 Liter/Tag oder mehr betragen..
 

RWH

Rudolf
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Heilpraktiker
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Baden-Baden
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HP
Ich bin inzwischen auch eher zurückhaltend 20ml/Kg, empfehle aber oft mehr, weil ich weiß, dass dann ungefähr 20ml/Kg getrunken werden. Ist wie mit Alkohol: Wenn Patient ein Viertel pro Tag angibt, sind es 2-3. Der Patient sieht das nicht als Lüge an, sondern als freundliche Interpretation der Wahrheit.

Ich verlange auch nicht mehr, dass es (nur) Wasser ist, sondern zähle auch Tee und Kaffee dazu, sowie wässrige Suppen (Brühen). Allerdings keine Getränke wie Cola.

Und es hängt natürlich auch von der Person (Alter, Größe, Gewicht), der Lebensweise (körperliche Arbeit?) und dem Klima (Sommer, Winter) ab.
 
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