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Lemniscus (S)mall und die Terminbegrenzung

pgtaboada

Themenstarter
Papick G. Taboada
Standort
Karlsruhe
Status
Interessierte(r)
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Vor rund 4 Jahren haben wir nach reichlicher Überlegung eine abgespeckte Version von Lemniscus zusammengestellt, die einerseits im Umfang sinnvoll zurechtgestutzt wurde (keine Demo), andererseits auch für einen Berufsanfänger erschwinglich sein sollte.

Mit den von uns angesetzten 7€/ Monat haben wir ein durch Lemniscus (L)arge quersubventioniertes Paket online gestellt, mit dem Ziel, jedem Therapeuten in der Gründungsphase - egal wie lange diese ausfällt - eine kleine Starthilfe zu geben.

Wir selber können uns noch sehr gut an unsere Anfangszeit erinnern und sind bis heute noch sehr dankbar für die vielen “Startup-Angebote”, die es uns ermöglicht haben, von Anfang an mit den Tools loszulegen, die wir auch in Hinblick auf Wachstum und Effizienz haben wollten.

Übergang (S)mall zu (L)arge


Besonders lange haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Anwendern den Übergang von Lemniscus (S)mall zu (L)arge beschwerdelos ermöglichen könnten. So kam es zu der Entscheidung, es eigentlich dem Therapeuten zu überlassen, wann der richtige Zeitpunkt zu wechseln gekommen ist. Also haben wir keine Terminvergabesperre umgesetzt, sondern lediglich harmlose Warnungen nach jeder Terminvergabe ausgegeben, wenn die maximale Terminzshl von 30/ Monat erreicht war.

Nach all den Jahren haben wir mit Bedauern feststellen müssen, dass das Fehlen einer harten Sperre von vielen Anwendern als Freikarte verstanden wurde, keinen Wechsel auf Lemniscus (L)arge durchzuführen. Schliesslich gäbe es ja keinen Mehrwert, auf größere Paket zu wechseln. Hier möchten wir auf ein grundlegendes Missverständnis hinweisen: die Tatsache, dass man mehr als 30 Termine vergeben kann, ist bereits als Mehrwert zu verstehen.

Jemand, der regelmäßig mehr als 30 Termine im Monat am Patienten arbeitet, sollte eine Subventionierung durch uns nicht mehr nötig haben.



Die Terminsperre kommt

Uns wurde von allen Seiten geraten, eine harte Sperre einzuführen - zugegeben, eine Terminvergabesperre ist die technisch einfachste und zugleich auch noch die fairste Lösung gegenüber allen Anwendern, die den Wechsel zu Lemniscus (L)arge durchgeführt haben.

Also werden wir doch noch eine harte Sperre für Lemniscus (S)mall bei 30 Terminen einführen - so wie es bei SaaS-Lösungen eben üblich ist. SaaS steht für Software as a Service und beschreibt damit die Bereitstellung einer Softwarelösung als Dienstleistung. Zu der Bereitstellung gehört bei Lemniscus der Betrieb mehrerer Server, Überwachungsdienste, die Weiterentwicklung, die Datensicherung, die Durchführung von Zertifizierungen, usw…

Für die Grenzgänger: die Überbuchung
Mit der Sperre allein wären wir sehr unglücklich, da wir dem Therapeuten in der Übergangsphase etwas Spielraum geben wollen. Daher werden wir ein optionales, mit Kosten verbundenes Überbuchen ermöglichen. Natürlich wird ein Überbuchen nur mit Zustimmung des Therapeuten durchgeführt - diese Zustimmung wird durch ein entsprechendes Häkchen in den Einstellungen erteilt (Einstellungen/ Praxisdaten).

So funktioniert die Überbuchung: vergibt der Therapeut in einem Monat mehr als die 30 Termine, die dem Paket zustehen, dann wird Lemniscus pro weitere Terminvergabe 4€ in Rechnung stellen.

Nicht über den Betrag pro Termin erschrecken! Man darf nicht den Fehler machen, diese 4€ pro Termin mit dem quersubventionierten 7€ Monatsbetrag vergleichen zu wollen. Auf einen Monat betrachtet beträgt die Differenz zwischen (S)mall und (L)arge 14€, da lohnt sich der Wechsel zu Lemniscus (L)arge erst mit der 34. Terminvergabe.



Ein automatischer Wechsel zum Lemniscus (L)arge werden wir nicht automatisch durchführen, auch nicht, wenn der Therapeut mehr als 34 Termine vergibt: denn nur der Therapeut kann einschätzen, ob der Zeitpunkt zum Wechsel gekommen ist, oder ob es sich nur um einen Ausnahmemonat handelt.

Die neue Regelung:
  • Das Paket Lemniscus (S)mall erlaubt die Vergabe von 30 Termine pro Monat.
  • Reservierungen und Termine ohne Patienten werden nicht gezählt.
    • Die Bestätigung einer Terminreservierung ist mit einer Terminvergabe gleichzusetzen.
  • Es können in Lemniscus (S)mall keine Rechnungen mehr an Patienten erstellt werden, die als “nicht in den Auswertungen Anzeigen” gekennzeichnet sind (Einstellungen in der Patientenakte).
  • Überbuchung ist Optional und muss vom Therapeuten freigeschaltet werden.
  • Die optionale Überbuchung wird pro Termin 4€ Gebühr erfassen.
    • Termine werden nicht doppelt “besteuert” - das System merkt sich, ob ein Termin schon einmal zu einer Überbuchung geführt hat.
    • Es wird der zum Zeitpunkt der Terminbuchung aktuell gültige Vertrag berücksichtigt.
    • Es wird die Terminvergabe “besteuert”, egal ob der Termin in die Vergangenheit oder in die Zukunft angelegt wird.
    • Überbuchungen können nicht zu einem Vertragswechsel angerechnet werden.
    • Fehlbuchungen, Verschiebungen oder fälschlich bestätigte Reservierungen können zu Überbuchungen führen, eine Erstattung ist nicht möglich.
Vor und Nachteile

Auch diese Lösung ist nicht perfekt, da wir keine versehentlich vergebenen, abgesagten oder verschobenen Termine berücksichtigen können - liegt man zum Zeitpunkt der Terminvergabe im Zielmonat über dem Kontingent von 30 Terminen, dann wird jede neue Terminvergabe entsprechend als Überbuchung erfasst.

Ein Wechsel zu Lemniscus (L)arge wird die erfassten Überbuchungen nicht berücksichtigen bzw. stornieren. Um Überraschungen zu vermeiden, wird Lemniscus bei jeder Terminvergabe eine Meldung liefern, wie viele Termine aus dem Kontingent bereits genutzt wurden.

Interessante Komplikationen waren in der online Terminbuchung zu finden: praktisch betrachtet würde eine online Terminbuchung nur mit einer Überbuchung Sinn ergeben - was aber kostentechnisch ein in unseren Augen viel zu großes Risiko darstellen würde… Was, wenn plötzlich 100 Termine über die online Terminbuchung eingehen?

Aus diesem Grund haben wir bei Lemniscus (S) beschlossen die online Terminbuchung so zu modifizieren, dass ab dem 30. Termin nur noch Reservierungen entstehen. Dadurch findet weder eine Ablehnung noch eine Überbuchung statt, und es liegt in der Hand des Therpeuten, den Termin über einen Überbuchung zu bestätigen oder vorher einen Vertragswechsel durchzuführen.

Fazit

Unser Finanzierungsmodell ist sehr einfach: wir werden von unseren Anwendern getragen. Ein sehr hohes Mass an Automatisierung und das sehr knapp bemessene Vertriebsbudget erlauben es uns, unsere Dienstleistungen zu sehr fairen Preisen nachhaltig anbieten zu können. Wir sind stolz, Lemniscus (S)mall für Berufsanfänger oder Teilzeitakrobaten anbieten zu können.

Im Großen und Ganzen glauben wir, mit der Sperre und der Möglichkeit der Überbuchung eine für alle Beteiligten faire und für uns tragbare Lösung gefunden zu haben.
 
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